Bitte, bitte nutzt jedes Sackerl und jede andere Verpackung, ob Papier, Glas, Stoff oder Plastik mehrfach, wann immer es geht. Oder nutzt auch die Gläser, die wir bereit stellen beim Getreide und bringt gerne eigene Stoffsäcke fürs Brot. Denn: Die Ökobilanz von Stoff- oder Papier(säcken) ist nicht immer besser als jene von Plastik(säcken). Die Herstellung von Papier (und erst recht jene von Stoffen und Glas!) benötigt in der Praxis hohe Mengen an Energie, Wasser und Chemikalien, etwa um Fasern reißfest zu machen. Da Papiersackerl oder Stoffsackerln zudem deutlich schwerer sind als hauchdünne Plastikfolien, schlägt sich das auch negativ auf die Transportemissionen nieder. Der ökologische Vorteil von Papier liegt nicht in der Produktion, sondern am Lebensende des Produkts. Wenn ein Papiersackerl in der Natur landet, verrottet es innerhalb weniger Wochen biologisch. Ein Plastiksackerl hingegen benötigt Jahrhunderte, um zu zerfallen, und hinterlässt schädliches Mikroplastik. Der Vorteil von Stoffsackerln oder auch Glas ist deren Langlebigkeit. Fazit für den Alltag: Das umweltfreundlichste Sackerl ist immer das, das man bereits besitzt und so oft wie möglich wiederverwendet – unabhängig vom Material !
Daher rührt auch unser Wunsch an die Welt: Ausschließlich Pfand-Gläser und ein gutes Netz an Wasch-Stationen, das für Produzent:innen gut erreichbar ist. Die Gläser in tausenden Formen produzieren einfach Berge an Altglas, das aufwendig recycelt werden muss :(
